10.9. Gemeindeversammlung zum Thema Fusion

Wie bereits berichtet bereitet der KGR neben den vielen anderen, oft sichtbaren Dingen inhaltlich Veränderungsprozesse vor.

Die Fusionsgespräche mit denKirchengemeinden Lemsahl-
Mellingstedt und Wohldorf-Ohlstedt starten. In diese Überlegungen möchten wir auch die Gemeindeglieder mit einbeziehen und laden herzlich zu einer Gemeindeversammlung am Dienstag, den 10. September um 19.30 Uhr in den Langen Saal des  Gemeindehauses ein.

Wir werden von den bisherigen  Gesprächen berichten und vor allem auch aufmerksam hören, was an Anregungen, Wünschen und vielleicht auch Befürchtungen aus der Gemeinde kommt, um es angemessen in den weiteren Verhandlungen berücksichtigen zu können.
Peter-Christian Ochs
Richard Tockhorn

AUS DEM KIRCHENGEMEINDERAT – Bewahren und Erneuern

 

Gerade die Kirche wird von vielen Menschen als ein Ort wahrgenommen, wo in der schnelllebigen Zeit Werte und Traditionen bewahrt werden. Unsere schöne alte Bergstedter Kirche wird gerade auch deshalb von so vielen Menschen geschätzt, weil sich in ihr seit drei Jahrhunderten nur wenig verändert hat. Und die Kirche in ihr so erscheint, wie sie schon immer war. Das schafft Heimat, Verbundenheit und Vertrautheit. Wenn Kirche nur bewahren würde, dann wäre sie aber sehr schnell ein Museum, ein Relikt aus vergangener Zeit, vielleicht ein bißchen angestaubt und ohne Leben. Um lebendig zu bleiben muß Kirche sich auch immer wieder erneuern.

Dieses Spannungsgefüge zwischen „bewahren“ und „erneuern“ hat den Kirchengemeinderat auch in seinen Gesprächen mit den Nachbargemeinden begleitet. Die Kirchengemeinderäte aus Wohldorf-Ohlstedt, Lemsahl-Mellingstedt und Bergstedt haben beschlossen in konkrete Fusionsgespräche zu gehen mit dem Ziel eine gemeinsame Kirchengemeinde zu bilden. In dieser fusionierten Gemeinde gilt es, Bewährtes zu bewahren, aber gleichzeitig Lust zu haben, eine neue Gemeinde aufzubauen. Das Potential der anderen Gemeinde zu nutzen, um das, was in der eigenen Gemeinde vielleicht bisher nicht so lief, zu erneuern. Dieser Prozess soll nach Möglichkeit bis 2023 abgeschlossen sein. Dann sehen wir uns gut vorbereitet in Zeiten zu gehen, in denen Finanzmittel und Pfarrstellen zurückgehen werden, das Potential an haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden abnehmen wird und trotzdem ein lebendiges Gemeindeleben möglich ist. Es gilt, etwas Gemeinsames neu zu schaffen, damit uns nicht zukünftig wesentliche Teile unseres Gemeindelebens wegbrechen. Am 10. September 2019 soll es zu diesem Thema um 19.30 Uhr eine Gemeindeversammlung geben.

Auch in den Baufragen unserer Gemeinde bewegen wir uns immer zwischen „bewahren“ und „erneuern“. Nachdem der alte Kindergarten zu Amtszimmer und Gemeindebüro umgebaut und die Eingangstür gestrichen wurde und nun endlich auch die neuen Möbel Einzug gehalten haben, müssen wir uns wieder der Kirche zuwenden. Auch ihre Eingangstür braucht neuen Farbe und bereits im letzten Jahr hat die Begehung unserer Gebäude einen Sanierungsbedarf an dem Turmfachwerk und den Fenstern der Kirche festgestellt. Zurzeit sind wir dabei, mit dem Architekturbüro Johannsen und Partner ein Maßnahmenkonzept zu entwickeln. Dabei soll der genaue Sanierungsumfang und die Kosten festgestellt werden. Die Ausführung selbst wird frühestens im Herbst erfolgen – nach den Hochzeiten.

Für das freigewordene Pastorat suchen wir zur Zeit, nachdem die fälligen Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden, einen Mieter.

Peter-Christian Ochs

Richard Tockhorn

 

 

Die Bastelgruppe ist wieder aktiv!

Für den Herbstmarkt und den Kleinen Bergstedter Adventsmarkt wird wieder in fröhlicher Runde gebastelt und gewerkelt. Die Bastelgruppe unserer Kirchengemeinde trifft sich dazu wöchentlich, und zwar immer am Mittwoch von 16 bis 18 Uhr im Gemeindehaus. Mit künstlerischem und handwerklichen Geschick, vor allem aber mit Spaß und Freude am Selbstmachen entstehen bei diesen Treffen viele schöne Sachen, die sich anlassbezogen immer gut verkaufen lassen. Weil nun aber über die Jahre die Bastelgruppe leider immer kleiner geworden ist, wäre es schön, wenn sich neue Mitglieder mit vielleicht auch neuen Ideen fänden, die ebenfalls Spaß am gemeinsamen Basteln haben.
Wer also Ideen und Lust hat die Bastelgruppe zu verstärken, ist herzlich willkommen. Einfach die Leiterin Ute Roitzsch anrufen (604 88 08), kommen und mitmachen!
Anke Grot

DAILY FOR FUTURE – Auf ein Wort

 Eein Kommentar von Pastor Richard Tockhorn

Seit fast einem Jahr ist in aller Welt eine Bewegung im Gange, die etwas verändern möchte. Die damals 15-jährige Schwedin Greta Thunberg hat mit einem erst täglichen, später wöchentlichen

Schulstreik eine
weltweite Bewegung ausgelöst, „Fridays for future“. Auf einmal gehen wieder junge Menschen auf die Straße, um für ihre Zukunft zu kämpfen. Bilder, die wir zuletzt aus den 80er Jahren kannten, als sich junge Menschen in großer Angst um die Zukunft unseres Planeten in der Friedensbewegung und an Anti-Kernkraftdemonstrationen beteiligten. Man kann das nicht so verallgemeinern, aber in den Jahren zwischen damals und heute schien sich die jüngere Generation eher mit sich selbst zu beschäftigen.

Mit der eigenen Karriere, mit dem persönlichen Konsum. Da nicht mehr mithalten zu können, waren die bestimmenden Ängste. Da trat die Sorge um die Umwelt, um den Frieden und um soziale Gerechtigkeit deutlich in den Hintergrund. Mit diesen Demonstrationen verändert sich noch nicht gleich das Klima. Zunächst einmal stellen die Jugendlichen Forderungen an die Politik. Diese hört aufmerksam und wertschätzend zu, aber wirkliche Veränderungen sind nicht in Sicht. Aber je länger sich die Jugendlichen mit diesen Fragen beschäftigen, desto mehr wird auch ihnen bewusst: handeln müssen auch wir. Ich möchte nicht wissen, welche Diskussionen in den Familien in diesen Wochen geführt wurden, ob es denn nun doch eine Flugreise in den Sommerferien sein soll, oder ob es andere Formen des Urlaubs gibt, die klimaverträglicher sind. Auf einmal kommt ins Bewusstsein, wie viel sinnlose Verpackung, wieviel Plastik in unserem Alltag verwendet wird, und es entstehen kreative Ideen, wie das in Zukunft auch anders gelöst werden kann. So etwas können wir mit unserem Konsum steuern.

Eine Generation, die oft den Hang zur Oberflächlichkeit gezeigt hat, entdeckt plötzlich die Nachhaltigkeit. Gewiss, es ist im Moment auch eine Mode, wenn so viele mitmachen, dann bin ich auch dabei. So finden durch die sozialen Netzwerke viele junge Menschen zusammen. Und es wird sich herausstellen, wer diese Fragen wirklich noch weiter bewegt, wenn die mediale Aufmerksamkeit ein bisschen abgeebbt ist. Aber im Moment ist diese Bewegung ein Erfolg, denn es ist nicht nur eine Frage an die Jugendlichen. Auch wir Erwachsene müssen uns dazu verhalten. Eltern, Lehrer, die Verantwortlichen in den Schulbehörden und in der Politik. Sollen wir anerkennend das Engagement bewundern, das ungebrochen ist, selbst wenn der Freitag in die Ferienzeit fällt oder die Demonstration erst am Nachmittag beginnt? Oder müssen wir nicht auf die Einhaltung von Recht und Ordnung pochen? Und dazu gehört nun einmal die Schulpflicht als eine wichtige Säule unseres Bildungssystems. Wo kämen wir hin, wenn jeder selbst entscheiden könnte, was er wichtiger findet und den Schulbesuch ins Belieben setzt?

Ich muss gestehen, dass ich in dieser Abwägung keine eindeutige Antwort weiß. Bildung und Umweltschutz sind zwei hohe Werte, die man nicht gegeneinander ausspielen darf. Auch wir Erwachsene werden herausgefordert und hinterfragt. Warum tut ihr nicht genug? Ihr wisst das doch auch. Das Thema und die Kenntnisse, was unser Klima bedroht, sind ja nicht neu. Diese Fragen unserer Kinder erinnern mich an die Fragen, die meine Generation unseren Eltern über ihr Verhalten in der NS-Zeit gestellt hat. Viele aus der damaligen Elterngeneration haben damals zu den Fragen geschwiegen, haben sie von sich gewiesen und Verantwortung geleugnet. Letztendlich blieben sie ihr Leben lang in diesen Fragen gefangen. Diesen Fehler sollten wir nicht wiederholen.

Es geht um die Zukunft für diese Erde, aber auch um unsere ganz persönliche Zukunft.

Dass unser Leben eine Zukunft und einen Sinn hat und nicht nur ein Spielball ist im Try-and- Error der Evolution, ist eine Grundaussage auch unseres christlichen Glaubens. Deshalb ist es gut, für diese Zukunft zu leben und sich zu engagieren, nicht nur freitags, sondern jeden Tag.

Gartentag am 17.8. – Wer packt mit an?

Am kommenden Sonnabend (17.8.) soll wieder ein Geländetag stattfinden. 

Größere Aufgaben werden u.a. sein:

    – unsere Hecke neben Eymann schneiden,

    – mehrere Arbeiten im Bereich Wohldorfer Damm,

    – natürlich auch das übliche Bearbeiten der Beete.

Treffpunkt: Garage vor dem Gemeindehaus.

Weitere werden aktuell auf der Internetseite kirchebergstedt.de bekannt gegeben!“

Wenn Sie Lust haben mitzumachen, kommen Sie doch mal vorbei, sonnabends von 9.30 Uhr bis Mittag. Wir treffen uns van der Garage/Werkstatt vor dem Gemeindehaus. Die Folgetermine werden auf der Homepage (www.kirchebergstedt.de) veröffentlicht, sobald  vereinbart.

Bei gutem Wetter sind wir bis 13 Uhr beschäftigt. Natürlich kann man auch später kommen oder früher gehen. Für Kaffeepause und Mittagessen ist gesorgt, daher bitte gern anmelden (Tel. 604 75 49 bzw. findus-hh@t-online.de).

Ingrid und Friedrich Prager

Der neue Vorstand des Freundeskreis der Kirche Bergstedt e.V.

Am 27.03.2019 fand die diesjährige Mitgliederjahreshauptversammlung statt. Turnusmäßig standen Vorstandsneuwahlen auf dem Programm.
Wiedergewählt wurden Udo Harms, Bettina Aleanakian und Pastor Richard Tockhorn. Neu gewählt wurden Karin Baus und Christel Müller.

Den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Gerhard Zell ( stellvertretender Vorsitzender) und Jan Grot (Schriftführer) gilt der große Dank des Freundeskreises für jahrelange treue und gute Arbeit.

Auf der nachfolgenden Vorstandssitzung am 23.04.2019 wurden die Vorstandsaufgaben wie folgt verteilt: 1. Vorsitzender und Rechnungsprüfer: Udo Harms, Stellvertretender Vorsitzender und Öffentlichkeitsarbeit: Bettina Aleanakian, Schriftführerin: Karin Baus

Café International!

In wenigen Wochen blickt das Café International auf sein drei- jähriges Bestehen zurück. Seit 2016 ist das Gemeindehaus tatsächlich an jedem Sonntag – auch in den Ferien – nachmittags geöffnet. Es ist offen für alle, die geflüchtet sind und für alle, die einfach so am Sonntagnachmittag Begegnung suchen. Immer wieder kommen Menschen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und anderen Ländern, die sich freuen, Deutsch zu sprechen und zu lernen. Menschen, die mit Fragen kommen, weil sie behördliche Schreiben nicht

verstehen oder einen anderen Rat suchen. Sie stoßen dort auf ein großartiges Team, das verständnis- voll und mitfühlend auf ihre Bedürfnisse eingeht und zuhören kann. Durch Fluktuation in den Wohneinrichtungen ist der Kreis der Besucher in den letzten Monaten kleiner geworden. Aber nach wie vor sind Kinder ebenso willkom- men wie Erwachsene. Zum dreijährigen Bestehen soll es am 27. April einen Kochabend geben, an dem alle gemeinsam kochen wollen, gern mit Rezepten aus der jeweiligen Heimat. Und natürlich

soll auch gemeinsam gegessen und gefeiert werden. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung bei Brigitte Derlien ((604 04 67) erforderlich. Zum Café selbst braucht es keine Anmeldung.

Da ist jede(r) in der Zeit von 15 bis 17 Uhr herzlich willkommen. Im Namen der Kirchengemeinde und des Freundeskreises Asyl möchte ich allen Ehrenamtlichen ganz herzlich danken, die dieses Projekt bereits drei Jahre in dieser Ausdauer, Treue und Zuverlässigkeit geführt haben und es auch weiterhin tun.

Pastor Richard Tockhorn

ABENDGOTTESDIENSTE IN DER BERGSTEDTER KIRCHE

„Ich würde ja gern sonntags in die Kirche gehen, aber das ist mir einfach zu früh.“ Dieses Argument wird nun nicht mehr zählen. Denn seit Januar 2019 findet in der Bergstedter Kirche einmal im Monat um 18 Uhr ein Gottesdienst am Sonntagabend statt.

Damit ermöglichen wir auch den Menschen, für die die morgendliche Gottesdienstzeit, egal ob um 9.30 Uhr, um 10 Uhr oder um 11 Uhr, schwer zu erreichen ist, ein regelmäßiges gottesdienstliches Angebot. Außerdem schafft die abendliche Atmosphäre in der von Kerzen erleuchteten Bergstedter Kirche einen besonderen Raum für die Gestaltung der Andachten. Sie werden in der Regel von einem Team vorbereitet und in besonderer Weise musikalisch ausgestaltet.

An den Sonntagen, an denen ein Abendgottesdienst stattfindet, entfällt in Bergstedt der am Vormittag. Es besteht natürlich die Möglichkeit, morgendliche Gottesdienste in den anderen Kirchen unserer Region zu besuchen. Umgekehrt sind die Abendgottesdienste in Bergstedt sicherlich auch für die Menschen aus den Nachbargemeinden interessant.

Langfristig soll immer am letzten Sonntag im Monat der Abendgottesdienst stattfinden. Im laufenden Jahr gibt es wegen bereits anderweitigen langfristigen Planungen noch einige Ausnahmen, und in den Ferienzeiten werden keine Abendgottesdienste stattfinden.

Richard Tockhorn

25. August 2019 Abendgottesdienst „up Platt“ Ute Tockhorn und Team:  Ute Tockhorn predigt auf Plattdeutsch über „Maria und Martha“, den zwei ungleichen Schwestern aus dem Neuen Testament.

22. September 2019: Abend-Gottesdienst zum Thema „Glaube und Naturwissenschaft“ Dr. Alexander Laatsch, Pastor Tockhorn und Team

27. Oktober 2019: Abendgottesdienst zum Thema Heimat, Pastor Tockhorn und Team.

 

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