25.02.2018, 18 Uhr: JUDAS

Sonntag, 25. Februar 2018, 18.00 Uhr

Kirche Bergstedt

In der Geschichte des christlichen Glaubens wurde der Jünger Judas zur Projektionsfläche für das abgründig Böse in der Seele des Menschen, doch nicht ohne zugleich auch Mitgefühl zu wecken für die Tragik dieses Mannes. War die Tat des Judas wirklich dessen persönliche Schuld oder war er nicht doch eher ein „Bauernopfer“? Brauchte Gott gar den armen Judas, um seinen Heilsplan durchzuführen, der die Menschheit retten sollte? Wurde Judas, der seine Tat bitter bereute, auch für unsere Schuld in die Verzweiflung und den Tod getrieben? Wird Judas durch sein Schicksal zu einer Art Schutzpatron all derer, die mit Gott und ihrem Schicksal hadern?

Mehr noch als die Kulisse einer Theaterbühne eignet sich der sakrale Raum der Kirche, um sich im Angesicht des Gekreuzigten diesem Abgrund ungelöster Menschheitsfragen zu stellen: Wer war Judas – Opfer oder Täter? Wer sind wir – Menschen mit der Freiheit zu entscheiden oder eher einem dunklen Schicksal ausgeliefert?

Die flämische Autorin Lot Vekemans bietet in ihrem Monolog der Ikone des Verrats ein Plenum. Fast 2000 Jahre nach seiner Tat präsentiert sich Judas in der Bergstedter Kirche und lässt uns teilhaben an seiner eigenen Geschichte.

Der Lübecker Schauspieler Hartmut Lange lässt diesen Monolog Fleisch werden, wenn er sich in die Fußstapfen des Judas stellt, um die Zuschauer auf eindrückliche Weise in die Zerrissenheit des Jüngers hineinzunehmen.

Der Eintritt ist frei – Spenden werden am Ausgang erbeten.

Im Anschluss wird es die Möglichkeit geben, mit dem Schauspieler Hartmut Lange in einen Dialog über das Stück zu treten. Außerdem wird der Theologische Gesprächskreis dieses Thema in seinem Treffen am 6. März 2018 um 20 Uhr aufnehmen.

Herzlich Willkommen!

LICHTSPIEL IM KIRCHSPIEL IM VERFLIXTEN 7. JAHR

Was im Gemeindebrief 03/2010 in der Avisierung von „Lichtspiel im Kirchspiel“ stand, gilt auch heute noch: In der deutschen sowie internationalen Filmlandschaft gibt es eine Fülle wunderbarer, manchmal unbekannter Filme abseits des Mainstream kommerzieller Massenware. Filme, die berühren, die im wahrsten Sinne das Bewusstsein erweitern und sich mit religiösen oder existenziellen Fragestellungen beschäftigen, ohne den moralisierenden Zeigefinger zu erheben. Sie sind bestens dazu geeignet, über einen unterhaltsamen Abend hinaus den Austausch über eigene Glaubensfragen anzuregen.

Warum also ein solches Angebot nicht zur lebendigen Gestaltung von Gemeindeleben nutzen, dachten sich die Initiatoren Andrea Greiner, Sabine und Dietrich Land (✝), Maud Mundschenk und Marianne Witten, setzten sich zusammen und riefen mit „Lichtspiel im Kirchspiel“, einen neuen gemeindlichen Treffpunkt in Bergstedt ins Leben, der  im Herbst 2010 am 17. September um 19.30 Uhr mit dem Film „Wie im Himmel“ an den Start ging.

Seitdem wurden über 40 Filme gezeigt, zu denen pro Filmabend zumeist 15 bis 25 BesucherInnen kommen, was über die Jahre hochgerechnet an die 600 bis 1000 begeisterte „Lichtspiel-im-Kirchspiel-Fans“ ausmacht, die zu den Filmabenden den Weg ins Gemeindehaus finden. Manche davon kommen regelmäßig, andere lockt ein besonderer Film. Alle werden vom „Lichtspiel-Team“ herzlich willkommen geheißen.

Im Gemeindehaus hat das Team, dem inzwischen auch noch Martin Teegen und Ernst Allen angehören, den Langen Saal, manchmal auch den Chorraum für einen gemütlichen Filmabend liebevoll hergerichtet. Es fehlt weder an Knabber- noch an Nasch-Zeug und auch für Getränke ist gesorgt. Eintritt, Getränke und Knabbereien sind frei – eine Spende zur Deckung der Kosten wird aber gern und dankend angenommen. Von den Spenden wird auch die jährlich zu erneuernde Lizenz über die Vorführrechte von Filmwerken bezahlt. Und einmal im Jahr, im Juli wird vor Beginn des Filmabends gegrillt – dieser Lichtspieltermin erfreut sich besonderer Beliebtheit. So umsorgt und gestärkt macht Filmgucken Spaß.

Aber nicht nur für die Gestaltung des äußeren Rahmens, auch bei der Auswahl der Filme, die gezeigt werden, hat das „Lichtspiel-Team“ ein gutes Gespür. Alle Genres sind vertreten, auch auf Wünsche wird eingegangen. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir folgende Filme: Babettes Fest (11/11), Von Menschen und Göttern (05/12), Halt auf freier Strecke (05/13), Song für Marion – Lass Dein Herz singen (09/14), Hitlerjunge Salomon (09/15), Hannah Arendt (11/16) und The Best Excotic Merigold Hotel (03/17). Andere werden sich vielleicht noch an die 04/11 im Rahmen des Internationalen Kurzfilm Festivals Hamburg (IKFF) gezeigten Filme erinnern. Eigentlich ist bei dem breiten Angebot übers Jahr für jede Interessenlage etwas dabei. Bleibt also zu wünschen, dass Filmbegeisterte auch weiterhin so zahlreich wie bisher zu den Filmabenden ins Gemeindehaus kommen.

Darum merken: „Lichtspiel im Kirchspiel“ findet an jedem 3. Freitag in den ungeraden Monaten im Langen Saal des Gemeindehauses um 19.30 Uhr statt. Den nächsten Filmabend gibt es am  19. JANUAR 2018. Gezeigt wird der Film UNERKANNTE HELDINNEN                                                                                                                 .

Anke Grot

Die Fahrrad-Werkstatt – donnerstags von 17-19 h

Wer seit Beginn der Sommerferien auf der Lindenallee zum Gemeindehaus ging, hat vielleicht bemerkt, dass links vom Weg ein kleines Holzhaus entstanden ist. Die Kirchengemeinde stellte den Bauplatz zur Verfügung, damit der Freundeskreis Asyl eine kleine Fahrrad-Werkstatt für die Bewohner des Heims an der Rodenbeker Straße einrichten kann. „Bauleiter“ war Erwin Munzke, der in seinen bisherigen 87 Lebensjahren schon ganz andere Baumaßnahmen in Angriff genommen hat: Baustellen in Nordafrika, Rohrleitungen im Gärtnerhof am Stüffel oder sein eigenes Haus in Lemsahl. Nach schleppendem Beginn fanden sich engagierte Helfer, die ihn beim Bau kräftig unterstützten, so dass das Ehepaar Munzke zum Dank für die Erbauer nach Beginn der Sommerferien zu einem kleinen Richtfest einlud. Beim überraschend einsetzenden Regenschauer kamen sich die Gäste näher und konnten feststellen, dass das Häuschen als Unterstand für 15 Personen reichte!

(Richtfest-Foto oben rechts: 3. von rechts: Erwin Munske)

Inzwischen haben die Männer von der Fahrradwerkstatt das Haus übernommen und weiter ausgestattet. Leiter ist Amon Ott, der sich auf dem Kirchengrundstück als ehemaliger „Zivi“ noch bestens auskennt. Er führt immer donnerstags von 17 bis 19 h im und neben dem Haus mit seinen Kollegen kleine Reparaturen an den Rädern der Heimbewohner aus; für größere Arbeiten werden die defekten Räder in die Werkstatt im Senator-Neumann-Heim gebracht.

Amon Otts Gruppe kann noch Unterstützung gebrauchen:

Wer hat Lust am „Schrauben“ oder kann helfen, die Reihenfolge der Wartenden zu organisieren?  Dann kommen Sie doch einfach donnerstags vorbei!

Ingrid Prager

(Fotos: Lagemann, Elyas, Prager)

AUS DEM KIRCHENGEMEINDERAT

Die Baumaßnahmen schreiten voran

Immer wieder Bauen, werden Sie vielleicht denken. Ja, stimmt! Es ist aber wirklich so: Der neue Kindergarten ist schon gut erkennbar und soll nun im Februar 2018 fertig werden. So können die Nutzer nun schon auf die schönen, neuen Räumlichkeiten freuen. Außen herum muss auch noch einiges passieren, aber das Frühjahr kommt bestimmt und begrünt die neuen großzügigen Außenspielflächen. Es wird auch der neue Weg von der Kirchenstraße zum Gemeindehaus hergestellt unter dem sich der neue Sielanschluss des Gemeindehauses verbirgt. Der KGR ist inzwischen dabei den dritten Schritt – nämlich den Umbau des alten Kindergartens zum Gemeindebüro vorzubereiten, der im Sommer 2018 durch die Kleta Architekten erfolgen soll.

Leider haben wir in der Kirche noch mit einem Witterungsproblem des feuchten Sommers zu kämpfen: unsere schöne, neuen Orgel hat Schimmel angesetzt. Diese Problem haben einige Orgeln, insbesondere in alten Kirchen. Die Spielbarkeit ist zum Glück nicht beeinträchtigt, aber es muss dringend etwas getan werden, um den Schimmel los zu werden und neuen zukünftig zu vermeiden.

Der historische Kerzenleuchter in der Mitte unserer Kirche aus dem 17. Jahrhundert ist wieder komplett! Seit einiger Zeit fehlen dort zwei beschädigte Leuchterarme  – was zum Glück kaum auffiel. Diese wurden nun denkmalschutzgerecht repariert und wieder angebracht. Es kann also wieder Weihnachten werden!

Peter-Christian Ochs
Richard Tockhorn

 

Café International – sonntags 15-17 Uhr

Das parkähnliche schöne Grundstück rund um die Kirche im Zentrum von Bergstedt lädt ein zum Verweilen. Im Gemeindehaus öffnet an jedem Sonntag von 15 Uhr bis 17.30 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Asyl ein Begegnungs-Café. So haben die Menschen nicht nur die Möglichkeit, die schöne 800 Jahre alte Kirche zu besichtigen und sich von den „Karkwiesern“ in die Geschichte einführen zu lassen(von April bis Oktober von 15 bis 17 Uhr), sondern darüber hinaus bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen den Sonntag zu genießen. Wer mag kann dabei anderen Menschen begegnen. Dazu sind alle Menschen eingeladen, die schon lange in Bergstedt wohnen, aber auch die, die jetzt als Flüchtlinge zu uns kommen und Begegnungsmöglichkeiten finden möchten. Und natürlich auch alle, die nur auf der Durchreise sind und unseren schönen Stadtteil besuchen.

Wir freuen uns auf alle Besucher.

Wir freuen uns auch über Menschen, die Zeit und Lust haben, dieses Projekt aktiv mit zu unterstützen und im Team des Begegnungs-Cafés mitzuarbeiten. Wenden Sie sich bitte an Pastor Tockhorn: 64 86 28 34 oder pastor.tockhorn@kirchebergstedt.de

Wir freuen uns auch über diejenigen, die gelegentlich einen Kuchen spenden können. Bitte melden Sie sich dann vorher im Kirchenbüro (Tel. 6 04 91 56).