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Nachösterliche Betrachtung – ein geistliches Wort

Wir haben das Osterfest gefeiert – das größte Fest der Christenheit. Unsere Kirchen blieben zu. Aber die Botschaft dringt auch durch auch geschlossene Türen in unsere Seele: „Der Herr ist auferstanden, ja, er ist wahrhaftig auferstanden!“ Jesus hat dem Tod die Macht genommen und schenkt neues Leben.

Die Ostergeschichte von den Engeln am Grab macht Mut. Die Geschichte geht zu Herzen und es ist so, als ob auch ich gerufen werde – heraus aus meiner Trauer, aus meiner Schläfrigkeit, aus meiner Resignation: Denn Jesus lebt – auch für Dich und für mich!

Ostern – das ist ein Perspektivwechsel zum Leben hin.

Mögen wir den Blick zum Guten hin zu lenken, zu dem, der uns gesagt hat: Sorget nicht! Auch wenn die Sorgen groß sind, können wir es uns nicht leisten, die Hoffnung aufzugeben.

Auch an Ostern ging nicht alles reibungslos. Die Jünger haben auf dem Weg nach Emmaus Zeit gebraucht, um Jesus zu erkennen. Wir brauchen auch Zeit, um zu verstehen, welchen Sinn diese Krise hat. Wir wissen noch nicht, in welche Richtung uns das Leben treibt. Aber wir dürfen hoffnungsvoll sein. Jesus, der dem Tod die Macht genommen hat, verlässt uns nicht. Sein Geist der Nächstenliebe durchdringt uns.

So mögen wir auch die 5. Corona-Woche und auch weitere Wochen ertragen, und Geduld haben. Briefe, Telefonate, digitale Gottesdienste, Hoffnungsläuten trösten uns! Mitten in der Zeit tödlicher Bedrohung gibt es so zahlreiche Lebenszeichen! Ostern heißt: Dreh dich um und sieh! So viel Nachbarschaftshilfe, so viel Abstand und Achtsamkeit, so viel Solidarität, so viel Respekt denen gegenüber, die unseren Alltag in Gang halten.

Ich wünsche uns allen viel Auferstehungshoffnung in unsicheren Zeiten.

Ihre Susanne von der Lippe