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KONFICAMP

Corona-Sommer 2020 in Bergstedt – da war doch was?

Aus Sicht der Gemeinde

Die Corona-Pandemie wirkte sich in diesem Jahr auch auf das KonfiCamp aus. Es konnte nicht wie geplant in den Sommerferien auf Fehmarn stattfinden. Normalerweise findet in diesem Unterrichtsmodell ein großer Teil des Unterrichts im Camp statt. Es gab nur einen denkbaren Ausweg: Das Camp musste ohne Über-nachtung und unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln an einem anderen Ort organisiert werden. Als mögliches geeignetes Grundstück wurde das Bergstedter Kirchengelände gefunden. Das Bezirksamt gab seine Zustimmung zum ausgearbeiteten Konzept. Unter Leitung von Pastorin Frietzsche aus Volksdorf setzten etwa 50 hauptamtliche und ehren- amtliche „Teamer“ den Plan um: Es entstand eine bunte Zeltstadt mit offenen Zelten für die Essenausgabe, einem eigenen Toilettenwagen und Wohnwagen für die nächtlichen Wächter. Insgesamt wurden ungefähr 25 Zelte, Anhänger und PKWs aufgestellt.

Damit auch einzelne Programmpunkte für alle Teilnehmenden gleichzeitig möglich waren, wurde eine große Bühne aufgebaut; so konnten alle mit entsprechendem Abstand auf unserem großen Grundstück mitmachen und zuhören. Die aufwändige professionelle Bühnenausstattung wurde durch die großzügige Unterstützung einer Firma für Bühnenbau ermöglicht, die ihre Azubis und die gesamte Ausstattung (einschließlich einer Security-Truppe) kostenlos für das KonfiCamp bereitstellte.

Vom 1. bis 8. Juli fand das Camp statt. Wer den Wohldorfer Damm entlang fuhr, wunderte sich über die kleine Zeltstadt.

Die Nachbarn wurden informiert und haben hoffentlich Verständnis für die manchmal doch recht weit zu hörenden Programmpunkte aufbringen können… – Für die Organisatoren war diese Art des Camps Neuland; für viele Probleme mussten an Ort und Stelle spezielle Lösungen gefunden werden, z.B. der Toilettenwagen, weil die Sanitäranlagen des Gemeindehauses nicht ausreichten. Regelmäßig mussten die Einrichtungen von Putz-Profis gereinigt und desinfiziert werden. Doch der riesige Aufwand hat sich gelohnt: Die Konfirmanden erlebten fröhliche, besonders durch die Umstände unvergessliche Tage.

Ingrid Prager

 

 Aus Sicht der Teamer*innen

Gemeinschaftsgefühl und 1,5 Meter Mindestabstand – wie passt das zusammen? Diese Frage beschäftigte das Team in der Vorbereitung auf das diesjährige KonfiCamp. Schnell wurde festgestellt, dass viele der Programmpunkte neu gedacht werden mussten. So konnten dieses Jahr leider keine Taufen stattfinden, und auch der “Workshop-Tag” mit seinen bunten Angeboten musste ausfallen. Stattdessen besann sich das Team auf die Stadtteile und führte mit “Where is Jesus?” (einem Suchspiel durch Bergstedt) und dem Stolperstein-Tag neue Angebote ein. So gesehen hat Corona das Modell inhaltlich noch einmal neu angeregt. Wir sind der Kirchengemeinde in Volksdorf und insbesondere der Gemeinde in Bergstedt sehr dankbar, dass wir die Räumlichkeiten und die Gelände nutzen durften. Auch der Veranstaltungsfirma PRG sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für die zur Verfügung gestellte Technik und den Einsatz gedankt. Und, nicht zuletzt: Danke an die ehrenamtlichen Teamer*innen, die den Konfirmand*innen trotz der Distanz eine wunderbare Gemeinschaft geboten haben!

Wolle