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Angst oder Liebe – Lichtspiel im Kirchspiel

28. September , 18:00 - 22:00

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Am 28. September um 19.30 Uhr widmet sich das Lichtspiel nach „We feed the world“ erneut einemDokumentarfilmvonErwin Wagenhofer.

„alphabet – Angst oder Liebe“

erschien 2013 und wurde in der Kategorie „Beste Dokumentation“ 2014 für den Österreichischen Filmpreis nominiert.

Zum Inhalt:
Unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wird durch krisenhafte Entwicklungen zunehmend in Frage gestellt, und eine Antwort ist nicht in Sicht. Die politischen und wirtschaftlich Mächtigen wurden zum Großteil an den besten Schulen und Universitäten ausgebildet. Ihre Ratlosigkeit ist deutlich zu spüren, und an die Stelle einer langfristigen Perspektive ist kurzatmiger Aktionismus getreten. Mit erschreckender Deutlichkeit wird nun sichtbar, dass uns die Grenzen unseres Denkens von Kindheit an zu eng gesteckt wurden.

Egal welche Schule wir besucht haben, bewegen wir uns in Denkmustern, die aus der Frühzeit der Industrialisierung stammen, als es darum ging, die Menschen zu gut funktionierenden Rädchen einer arbeitsteiligen Produktionsgesellschaft auszubilden.

Die Lehrinhalte haben sich seither stark verändert und die Schule ist auch kein Ort des autoritären Drills mehr. Doch die Fixierung auf normierte Standards beherrscht den Unterricht mehr denn je. Denn neuerdings weht an den Schulen ein rauer Wind. „Leistung“ als Fetisch der Wettbewerbsgesellschaft ist weltweit zum unerbittlichen Maß aller Dinge geworden. Doch die einseitige Ausrichtung auf technokratische Lernziele und auf die fehlerfreie Wiedergabe isolierter Wissensinhalte lässt genau jene spielerische Kreativität verkümmern, die uns helfen könnte, ohne Angst vor demScheitern nach neuen Lösungen zu suchen. Erwin Wagenhofer begreift das Thema „Bildung“ sehr viel umfassender und radikaler als dies üblicherweise geschieht. Fast alle Bildungsdiskussionen sind darauf verkürzt, in einem von Konkurrenzdenken geprägten Umfeld jene Schulform zu propagieren, in der die Schüler die beste Performance erbringen. Wagenhofer hingegen begibt sich auf die Suche nach den Denkstrukturen, die dahinter stecken. Was wir lernen prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen prägt unser Denken. (Quelle: www.alphabet-film.com)

Der Journalist Oliver Kaever schrieb über alphabet in einer Kritik in „Die Zeit“(Ausgabe vom 1. November 2013):

„Wir müssen anders leben, sagte Wagenhofer schon über We feed the World. Diese Dringlichkeit macht sein Werk aus. Damit setzt er sich von der Katastrophen- Dramatik ab, der manche seiner Kollegen erliegen, und wird zum Quälgeist, denn verantwortlich ist für ihn nicht das System, sondern jeder einzelne. Die Forderung nach einer eigenen Haltung hat er nie drängender gestellt als in alphabet.“

Eintritt, Getränke und Knabbereien sind frei – eine Spende zur Deckung der Kosten wird daher gern und dankend angenommen

Details

Datum:
28. September
Zeit:
18:00 - 22:00
Veranstaltung-Tags:

Veranstaltungsort

Gemeindehaus Langer Saal

Veranstalter

Kirche Bergstedt
Telefon:
040 – 604 91 56
Webseite:
http://www.kirchebergstedt.de