KGR Mitglieder neu

Vom Pfarrsprengel zur Fusion – AUS DEM KIRCHENGEMEINDERAT

Seit Oktober haben die Kirchen- gemeinden Bergstedt, Wohldorf- Ohlstedt und Lemsahl-Mellingstedt ihre Pfarrstellen in einen gemeinsamen Pfarrsprengel eingebracht. Alle Pastor- innen und Pastoren sind somit für alle drei Gemeinden zuständig und haben Sitz und Stimme in allen Kirchen- gemeinderäten. Damit sind wir ein richtiges Pfarrteam geworden und wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit besonders, da seit dem 1. Februar mit Pastorin Janna Horstmann unser Trio vollständig ist (siehe auch Vorstellung auf Seite 15)

Wir gestalten den Gottesdienstplan in der gesamten Region und werden von daher wechselnd auch in allen Gemeinden präsent sein. Jeder von uns wird bestimmte Arbeitsschwerpunkte haben. Für seelsorgerische Anliegen und Amtshandlungen können uns die Menschen aus allen Gemeinden ansprechen. Zurzeit entwickeln wir dieses spezielle Aufgabenprofil von Pastorin von der Lippe, Pastorin Horstmann und mir. Wir sind uns sicher, dass so mehr Vielfalt in unsere pastorale Arbeit kommt.

Dieser Pfarrsprengel ist der Übergang zur Fusion unserer drei Gemeinden, die zum 1. Januar 2022 vollzogen werden soll. Hier fassen die Kirchen- gemeinderäte in diesen Tagen die not- wendigen Beschlüsse. Damit gelangt dann ein langjähriger Prozess an sein Ziel. Die Kirchengemeinderäte,

die Steuerungsgruppe unter der Moderation von Pastorin Caßens- Neumann und Pastor Pfeifer haben eine Vereinbarung entwickelt, die wir in den Gemeindeversammlungen im Dezember vorgestellt haben. Aus den dort getroffenen Anregungen haben sich noch ein paar Änderungen ergeben. So wird der Name unserer zukünftigen Gemeinde „Evangelisch – Lutherische Kirchengemeinde Oberalster-Bergstedt“ lauten. Der ursprünglich favorisierte Name „Evangelisch – Lutherische Kirchengemeinde in den Walddörfern“ fand dann doch (knapp) keine Mehrheit, da die Walddörfer von vielen Menschen durch den Sportverein und die gleichnamige Kantorei eher mit Volksdorf verbunden werden als mit unseren Gemeinden.

Es ist ein gutes Zeichen, dass dieser Fusionsprozess trotz mancher hitzigen Debatte im Ergebnis von einer großen Einmütigkeit getragen wird und dieser Weg von vielen Gemeindegliedern, die nicht unmittelbar an den Entschei- dungsprozessen beteiligt sind, mit großem Interesse und Wohlwollen begleitet wird. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dieser Fusion eine Grundlage für eine zukunftsfähige Gemeindearbeit in allen drei Stadt- teilen und für auskömmliche Mit- arbeiterstellen schaffen. Wir gehen diese Schritte in der Hoffnung, dass wir nach Ende der Corona-Beschränkungen mit viel Elan in diese gemeinsame

Gemeindebildung starten können. Die Strukturen dafür sind jedenfalls gelegt. Endlich wird im Gemeindehaus die Heizungsanlage erneuert. Genau genommen hat sie schon vor rund einem Jahr starke altersbedingte Schwächen gezeigt. Wir waren froh, dass wir das Jahr über energetische Untersuchungen anstellen konnten, um eine optimale Wärmeerzeugung aussuchen zu können. Bei unseren alten Gebäuden haben wir uns nochmals für eine konventionelle Gas-Brennwertheizung mit moderner Regelung entschieden.

Für diesen Sommer steht nun die Realisierung der schon lange vorbereiteten Kirchturmsanierung an. Insbesondere Abdichtungsmaßnahmen am historischen Kirchturm, aber auch restauratorische Instandsetzungs- maßnahmen sind dringend erforder- lich. In dem Zug werden auch gleich alle Kirchenfenster von außen saniert und alle Fensterflügel, die ursprünglich zu öffnen waren, wieder gangbar gemacht.

Das Pastorat ist seit dem 1. Januar an das DRK vermietet. Die letzten Umbaumaßnahmen werden im Fe- bruar abgeschlossen sein und es ist kurzfristig mit dem Einzug der ersten jugendlichen Bewohner und ihrer Betreuer zu rechnen.

Herzlich willkommen!

Peter-Christian Ochs Richard Tockhorn