KGR Mitglieder neu

AUS DEM KIRCHENGEMEINDERAT – Bewahren und Erneuern

 

Gerade die Kirche wird von vielen Menschen als ein Ort wahrgenommen, wo in der schnelllebigen Zeit Werte und Traditionen bewahrt werden. Unsere schöne alte Bergstedter Kirche wird gerade auch deshalb von so vielen Menschen geschätzt, weil sich in ihr seit drei Jahrhunderten nur wenig verändert hat. Und die Kirche in ihr so erscheint, wie sie schon immer war. Das schafft Heimat, Verbundenheit und Vertrautheit. Wenn Kirche nur bewahren würde, dann wäre sie aber sehr schnell ein Museum, ein Relikt aus vergangener Zeit, vielleicht ein bißchen angestaubt und ohne Leben. Um lebendig zu bleiben muß Kirche sich auch immer wieder erneuern.

Dieses Spannungsgefüge zwischen „bewahren“ und „erneuern“ hat den Kirchengemeinderat auch in seinen Gesprächen mit den Nachbargemeinden begleitet. Die Kirchengemeinderäte aus Wohldorf-Ohlstedt, Lemsahl-Mellingstedt und Bergstedt haben beschlossen in konkrete Fusionsgespräche zu gehen mit dem Ziel eine gemeinsame Kirchengemeinde zu bilden. In dieser fusionierten Gemeinde gilt es, Bewährtes zu bewahren, aber gleichzeitig Lust zu haben, eine neue Gemeinde aufzubauen. Das Potential der anderen Gemeinde zu nutzen, um das, was in der eigenen Gemeinde vielleicht bisher nicht so lief, zu erneuern. Dieser Prozess soll nach Möglichkeit bis 2023 abgeschlossen sein. Dann sehen wir uns gut vorbereitet in Zeiten zu gehen, in denen Finanzmittel und Pfarrstellen zurückgehen werden, das Potential an haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden abnehmen wird und trotzdem ein lebendiges Gemeindeleben möglich ist. Es gilt, etwas Gemeinsames neu zu schaffen, damit uns nicht zukünftig wesentliche Teile unseres Gemeindelebens wegbrechen. Am 10. September 2019 soll es zu diesem Thema um 19.30 Uhr eine Gemeindeversammlung geben.

Auch in den Baufragen unserer Gemeinde bewegen wir uns immer zwischen „bewahren“ und „erneuern“. Nachdem der alte Kindergarten zu Amtszimmer und Gemeindebüro umgebaut und die Eingangstür gestrichen wurde und nun endlich auch die neuen Möbel Einzug gehalten haben, müssen wir uns wieder der Kirche zuwenden. Auch ihre Eingangstür braucht neuen Farbe und bereits im letzten Jahr hat die Begehung unserer Gebäude einen Sanierungsbedarf an dem Turmfachwerk und den Fenstern der Kirche festgestellt. Zurzeit sind wir dabei, mit dem Architekturbüro Johannsen und Partner ein Maßnahmenkonzept zu entwickeln. Dabei soll der genaue Sanierungsumfang und die Kosten festgestellt werden. Die Ausführung selbst wird frühestens im Herbst erfolgen – nach den Hochzeiten.

Für das freigewordene Pastorat suchen wir zur Zeit, nachdem die fälligen Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden, einen Mieter.

Peter-Christian Ochs

Richard Tockhorn